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Romanischer Kreuzgang und Handwerkerstuben
Die Schusterstube
Die Zinngießerei

Handwerkerstuben

Die in idyllischer Lage über dem romanischen Kreuzgang gelegenen Handwerkerstuben sind eine externe Abteilung des Fränkischen Museums.

 

Der Kreuzgang mit seinen schönen rundbogigen Arkaden stammt aus dem 12. Jahrhundert und war Teil des einstigen Benediktinerklosters in Feuchtwangen. Das Fachwerk über dem Westflügel ist allerdings sehr viel später entstanden, es wurde erst im 18. Jh. errichtet, die ursprüngliche Nutzung der Räume ist nicht mehr bekannt.

 

1933 sanierte der Verein für Volkskunst und Volkskunde den Kreuzgang und erwarb die über dem westlichen Kreuzgangflügel gelegenen Räumlichkeiten. Die Abfolge von sechs Räumen wurde genutzt, um aufgegebene Werkstätten von Feuchtwanger Handwerksbetrieben hier einzubringen.

Es handelt sich um eine Zuckerbäckerei, eine Blaudruckerei und die Werkstätten eines Hafners, eines Zinngießers, eines Schuhmachers und eines Webers.

 

Die Schusterwerkstatt des Feuchtwanger Schuhmachermeisters

Max Braun wurde 1936 in die Handwerkerstuben übernommen. Max Braun wurde 1877 in Feuchtwangen geboren, erlernte das Handwerk beim Schuhmacher Stamminger in Feuchtwangen und legte 1913 in Ansbach die Meisterprüfung ab. Braun starb 1948.

Wie im 19. Jahrhundert üblich ist die Schusterwerkstatt in ein kleines Wohnzimmer integriert. Ein Biedermeiersofa, Tisch und Stühle vermitteln einen gemütlichen Eindruck. Die Fensterseite des Raumes ist der eigentlichen Werkstatt vorbehalten. Auf dem „Bödele“, einer etwas erhöhten, 140 x 160 cm großen, hölzernen Plattform steht der viereckige Werktisch mit drei Schüben, davor Holzdrehschemel. Zu dritt wurde an diesem kleinen Tisch gearbeitet. Um das Licht der Petroleumlampe optimal zu nutzen, wurden die sogenannten Schusterkugeln an einem Holzgestell rings um die Lampe aufgehängt. Mit Wasser gefüllt verstärkten die Glaskugeln das durchfallende Licht der Petroleumlampe.

An den drei Arbeitsplätzen sind jedem Handwerker die wichtigsten Werkzeuge zugeteilt: Der Meister nimmt Maß, und schneidet zu. Meister und Geselle machen den Schuh, der Lehrling macht die Flickarbeiten. Zur Ausstattung gehört noch ein Regal mit hölzernen Leisten in unterschiedlichen Größen und angefangenes Schuhwerk.

 

 

Öffnungszeiten:


Bitte beachten Sie, dass eine Besichtigung der Handwerkerstuben nur im Rahmen einer Führung möglich ist.

Der Eingang ist am Marktplatz 3 (Kulturamt) in Feuchtwangen.

 

Öffentliche Führungen gibt es vom 14. April bis  17. September 2017, sonntags und feiertags, um 14.00 Uhr.

Zusätzliche Führungen für Gruppen oder Schulklassen können Sie mit der Tourist Information Feuchtwangen vereinbaren, Tel. (09852) 90455.

 

Angebote für Schulklassen: "Komm mit in die Handwerkerstuben", Informationen finden Sie in der Homepage des Fränkischen Museums Feuchtwangen unter Führungen und Museumspädagogik.