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Bauernstube, 19. Jh.

Typisch fränkisch!

Der Mittelpunkt des geselligen und familiären Lebens
im Bauernhaus war die Stube. Hier traf sich die Familie
und das Gesinde zum Essen. Am Feierabend erholte man sich
beim Kartenspiel oder las aus der Bibel vor.
Die Frauen waren in der Stube, dem einzigen beheizbaren Raum
des Hauses, mit Stricken oder mit dem Nähen und Besticken
von Wäsche beschäftigt. Dagegen war das zeitraubende Spinnen
von Flachs eine Arbeit, die alle ausführten, auch die Männer.

Die Stube war in Franken sparsam möbliert. Bänke, Tisch und
Brettstühle bilden die Grundausstattung des Raumes, ergänzt
durch Tellerbrett und Anrichte.
Im Herrgottswinkel hingen Kruzifix und Andachtsbilder.
Der Ofen wurde von der Küche aus beheizt, damit die Stube
auchfrei blieb. Im Winter holte man das Federvieh in die Stube.
Bis zu 13, 14 Hühner sind als Mitbewohner überliefert.
Ein kleines Gatter ist unter der Sitzbank in der Bauernstube
noch zu sehen.