Kinder und Kunst – eine geglückte Beziehung
Das Museum als außerschulischer Lernort hat einen hohen Erlebniswert für Kinder. Sie haben die einmalige Chance, die authentischen Zeugnisse der Vergangenheit kennen zu lernen und sie sind mit Begeisterung dabei. Kinder sind neugierig, sie lassen sich gerne von der Aura der historischen Dinge verzaubern.
Durch unsere museumspädagogischen Angebote wird der Zugang zu den historischen Originalen ganz spielerisch und ohne Notendruck eröffnet, unterstützt durch eine altersgemäße Kommunikation, durch Repliken und Hands-on-Objekte und durch eine breite Vielfalt an didaktischen Konzepten.
Der Museumsbesuch stärkt soziale Kompetenzen und die sprachliche Bildung, schult die Wahrnehmung, vermittelt Einsichten in das Leben und Arbeiten vergangener Jahrhunderte. Er fördert die Kreativität sowie überfachliche Fertigkeiten.
Informationen und Terminvereinbarung:
Fränkisches Museum Feuchtwangen, Tel. 09852-615224, Mail: info@fraenkisches-museum.de
Aktionen für Kinder
Waffelbacken wie früher
Eng und rauchig war es einst in der alten Rauchküche, wenn die Köchin den gemauerten Herd anschürte. Die Küche im Fränkischen Museum ist authentisch, sie stammt aus der originalen Einrichtung des alten Handwerkerhauses. Hier wurde im 18. Jahrhundert für eine Handwerkerfamilie gekocht und gebacken. Die historischen Kochtöpfe und Küchengeräte lassen erahnen, wie aufwändig und anstrengend das Kochen damals gewesen ist.
Aktivteil: Waffeln backen wie Anno dazumal. Wir backen im Museumsgarten Waffeln auf dem historischen Eisenherd, der mit Holz befeuert wird.
Altersgruppe: 6 bis 14 Jahre
Dauer: ca. 2 Stunden
Lehrplanbezüge: Ernährung, Veränderung im Alltagsleben, Arbeitstechniken
Bügeleisen, Mausefalle.
Alltagsgegenstände aus Großmutters Zeiten
Zu Großmutters Zeiten sahen alltägliche Dinge ganz anders aus als heute. Möbel, Teller und Gläser waren mit Mustern und Ornamenten, mit Jahreszahlen und Initialen kunstvoll verziert. Wir erkunden Gebrauchsspuren und Funktionen: Warum nennt man Messer und Gabel eigentlich „Besteck“? Was ist eine Elle und wie hat man sie benutzt?
Aktivteil: Wir bemalen nach Vorbildern des Fränkischen Museums Feuchtwangen unsere eigenen Gläser.
Altersgruppe: 6 bis 10 Jahre
Dauer: ca. 90 Minuten
Lehrplanbezüge: Leben wie zu Großmutters Zeiten, Ernährung, Kunsterziehung, Alltagsgegenstände
Kerzenschein, Laternenlicht
Bevor die Elektrizität in den Häusern eingeführt wurde, war das Lichtanzünden keine einfache Sache. Kienspanhalter, Öllampen, Kerzenleuchter und Laternen sorgten für schummriges Licht in den dunklen Räumen. Lebzelter und Lichtzieher stellten Wachsstöcke und Kerzen her. Wir betrachten verschiedene alte Leuchter und Lampen.
Aktivteil: Wir ziehen Kerzen aus Wachs. Jedes Kind gestaltet seine eigene Kerze.
Altersgruppe: 6 bis 10 Jahre
Dauer: ca. 2 Stunden
Lehrplanbezüge: HSU verschiedene Materialien, Veränderung des Alltagslebens, Handwerk, Arbeitsabläufe, technische Entwicklungen
Handwerk früher: Vom Zuckerbäcker und Blaufärber
Wir tauchen ein in die Welt des alten Handwerks: Gemeinsam erkunden wir die originalen Werkstatteinrichtungen und Arbeitsgeräte von Feuchtwanger Handwerkern, die eines Zuckerbäckers, eines Töpfers, eines Zinngießers, eines Schusters und eines Blaufärbers.
Die Feuchtwanger Handwerkerstuben befinden sich heute im Obergeschoss des romanischen Kreuzgangs neben der Stiftskirche. Die originalen Gerätschaften machen die Arbeitsabläufe der traditionellen Handwerksberufe in Franken nachvollziehbar. Eigenständig erkunden die Kinder und Jugendlichen die historische Handwerkskunst und ihre wesentlichen Arbeitsschritte.
Aktivteil: Ihr dürft euch selbst ausprobieren: Mit Abbindetechnik gestalten wir Muster auf eine Tasche und färben diese.
Altersgruppe: 8 bis 14 Jahre
Dauer: ca. 2 ½ Stunden
Treffpunkt: Handwerkerstuben (neben Tourist-Info).
Lehrplanbezüge: Berufe, Arbeitsabläufe, technische Entwicklung, Regionalgeschichte, Sich und andere informieren, Sachverhalte darstellen.
Drucken wie Johannes Gutenberg
Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des historischen Buchdrucks! Seit der Erfindung durch Johannes Gutenberg um 1450 prägte der Druck mit beweglichen Lettern über Jahrhunderte hinweg die Verbreitung von Wissen und Geschichten.
In „Sommers Alten Druckerei“ wird Geschichte lebendig: Kinder (aber auch Erwachsene) dürfen selbst aktiv werden, ihren Namen mit echten Metalllettern setzen und in eine persönliche Urkunde einfügen. Anschließend wird der Satz eingefärbt und auf einer Handdruckpresse gedruckt.
Ein unvergessliches Erlebnis zum Mitmachen, Staunen und Mitnehmen
Altersgruppe: 6 bis 14 Jahre
Dauer: ca. 2 Stunden